Automotive

Die zu 100 Prozent zur Ferrostaal Automotive GmbH in Essen gehörende LMS ist ein neutraler Dienstleister mit etwa 420 Mitarbeitern.

Merkmale und Vorteile

 

  • CleverMax ist ein einfaches, kostengünstiges Fahrzeug mit bewährter Technik und einem standardisierten, modulartigen Aufbau in industrietauglicher Ausführung
  • Der Fahrkurs lässt sich auch durch den Betreiber individuell gestalten
  • CleverMax kann eine 90-Grad-Kurve mit einem Radius von 1.000 mm durchfahren
  • 43 Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) vom Typ CleverMax

 

Die zu 100 Prozent zur Ferrostaal Automotive GmbH in Essen gehörende LMS ist ein neutraler Dienstleister mit etwa 420 Mitarbeitern. Alle 32 Sekunden muss ein Motor an den Endmontagebändern im Ford-Werk zur Verfügung stehen. Sämtliche Abläufe haben sich dieser Forderung unterzuordnen, denn schon eine längere Störung bei einem einzigen Beteiligten kann zum Stillstand in der Fertigung bei Ford und in weiterer Folge zu Millionenschäden führen. 

 

Ziel/Lösung

Der CleverMax ist ein einfaches, kostengünstiges Fahrzeug mit bewährter Technik und einem standardisierten, modulartigen Aufbau in industrietauglicher Ausführung. Der Fahrkurs lässt sich auch durch den Betreiber individuell gestalten. Das Gerät ist als Tragfahrzeug oder als Schlepper lieferbar. Es dient zur Warenkommissionierung und -verteilung ebenso wie zur Materialversorgung von Montagelinien und Produktionsmaschinen oder – wie im vorliegenden Fall – als mobile Montageplattform. Um den Werkern einen ergonomischen Arbeitsplatz zu bieten, erhielt jedes der neuen Fahrzeuge einen Scherenhubtisch mit 500 mm Hub, um an den Motoren bequemer arbeiten zu können. Zudem sprach für den CleverMax, dass eine 90-Grad-Kurve mit einem Radius von 1.000 mm durchfahren werden kann. Dadurch konnte wertvolle Arbeitsfläche eingespart werden.

 

Technologie

Etwas Besonderes ist die hybride Energieversorgung der Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF), bei der zwei Techniken miteinander kombiniert werden. Dabei erhalten die Fahrzeuge zum einen die Energie auf induktivem Weg über den im Boden verlegten Leitdraht, zum anderen sind die FTF mit einer Batterie ausgestattet - dadurch lassen sich die Fahrzeuge abseits der eigentlichen Fahrspur mit einem Joystick vorwärts und rückwärts verfahren. 

 

Resümee

Die größte Herausforderung bei der Installation der Anlage war die Zeit für die Inbetriebnahme: 3 Wochen im Juli 2010 standen zur Verfügung (Werksferien Ford). In dieser Zeit musste in Saarlouis die Altanlage entfernt, der Boden saniert, alle Montagestationen umgebaut beziehungsweise erneuert werden und schliesslich das Fahrerlose Transportsystem (FTS) installiert und in Betrieb genommen werden.