Durchdachte innerbetriebliche Logistik im Gesundheitswesen
Um die Effizienz des Warentransports im medizinischen Bereich zu erhöhen, empfiehlt sich der Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass unterschiedliche Güter wie Speisen, Arzneien, medizinisches Zubehör, Material-Zubehör, Wäsche, Dokumente, Müll und Sterilgüter im Bedarfsfall oder zu vorgegebenen Zeiten in diverse Bereiche fahrerlos im Krankenhaus transportiert werden.
Kompaktes Fahrzeug für maximale Hygiene
Für einen effizienten Betrieb in der Krankenhauslogistik ist ein reibungsloser und automatisierter Ablauf unumgänglich. Mit CAREY können die Container vom Warenverteilerzentrum abgeholt und an die richtigen Stellen transportiert werden. Mithilfe unseres Flottenmanagers NAVIOS funktioniert die Kommunikation auch mit Toren, Liften und anderen peripheren Einrichtungen. So können unsere Fahrzeuge mit den zu transportierenden Gütern auch in unterschiedliche Stockwerke navigiert werden.
Wissenswertes zu den Containertransporten
Ein fahrerloses Transportfahrzeug fährt unter den Rollcontainer, hebt ihn an und bringt ihn ohne Fahrer zum Zielort. CAREY nimmt die Container am Warenverteilzentrum auf und setzt sie an der vorgesehenen Stelle wieder ab. Der Flottenmanager NAVIOS vergibt den Auftrag, plant die Route und steuert Türen und Aufzüge an, sodass auch Stockwerkswechsel ohne Personal ablaufen.
Automatisiert transportiert werden Speisen, Arzneimittel, medizinisches Zubehör, Materialzubehör, Wäsche, Dokumente, Müll und Sterilgüter. Voraussetzung ist, dass sie in genormten Rollcontainern stehen – transportiert wird der Container, nicht das einzelne Gut. Die Fahrten laufen auf Anforderung oder zu fest hinterlegten Zeitfenstern, etwa die Essensverteilung zu den Mahlzeiten und die Wäscheabholung im Nachtbetrieb.
CAREY ist das Unterfahr-Fahrzeug für den Klinikbetrieb, LUCY das Fahrzeug für Ladungsträger, die sich nicht unterfahren lassen. CAREY fährt unter den Container, hebt ihn 80 mm an und ist mit Edelstahlverkleidung auf Krankenhaushygiene ausgelegt. LUCY nimmt Rollcontainer, Gestelle, Regale und Bodenroller mit 600 mm Hub auf und eignet sich für Bestandsanlagen mit geringer Unterfahrhöhe. Beide bewegen bis zu 500 kg.
AWT steht für automatisierter Warentransport, also die automatisierte innerbetriebliche Beförderung von Gütern in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Ein AWT-System besteht aus den Fahrzeugen, dem Flottenmanager und den Schnittstellen zu Türen, Aufzügen und übergeordneten Systemen. Im englischen Sprachraum ist dieselbe Lösung als automated transport system, kurz ATS, bekannt.
Über eine Schnittstelle zwischen Flottenmanager und Gebäudetechnik. NAVIOS kommuniziert direkt mit Toren, Liften und weiteren peripheren Einrichtungen: Es ruft den Aufzug, gibt das Zielstockwerk vor und gibt ihn nach der Fahrt wieder frei. Die Routenplanung erfolgt über mehrere Stockwerke hinweg, sodass ein Transport vom Warenverteilzentrum bis auf die Station ohne manuellen Eingriff durchläuft.
Über die Bauweise des Fahrzeugs und die Trennung von Gut und Fahrzeug. Die CAREY-Verkleidung besteht aus Edelstahl und erfüllt damit Schutzklassen- und Hygieneanforderungen medizinischer Einrichtungen, weil sie sich reinigen und desinfizieren lässt. Das Transportgut bleibt im geschlossenen Container, unberührt vom Fahrzeug oder anderen äußeren Einflüssen.
CAREY ist durch integrierte Laserscanner mit 180°-Schutzfeld nach vorne und hinten abgesichert, optional ergänzt um eine Trittschutzleiste. Die Scanner erfüllen die Standards für Personensicherheit. Zusätzlich machen eine Sprachausgabe und optische Signaleinrichtungen auf das Fahrzeug aufmerksam – gerade dort, wo sich Patientinnen, Besucher und Personal frei bewegen. Erkennt der Scanner ein Hindernis im Schutzfeld, hält das Fahrzeug an.
In der Regel nicht baulich. CAREY navigiert wahlweise per SLAM oder über Magnete im Boden und ist in unterschiedlichen Abmessungen und Antriebskonfigurationen erhältlich, sodass sich vorhandene Gangbreiten, Türen und Aufzugskabinen abdecken lassen. Aufwand entsteht an den Schnittstellen: Türen, Aufzüge und Übergabestellen müssen ansteuerbar sein. Geladen wird über Bodenkontakte, ein separater Ladebereich entfällt.
Ja, über die Schnittstelle VDA 5050. NAVIOS hat VDA 5050 vollständig integriert, DS Automotion arbeitet an der Weiterentwicklung des Standards mit. Eine bestehende Anlage lässt sich damit um kompatible Fremdfahrzeuge erweitern, ohne den Flottenmanager zu wechseln. Für die Anbindung übergeordneter Systeme stehen zusätzlich OPC UA, Modbus TCP, ProfiNet, MQTT und eine REST-API zur Verfügung.